In der zweiten Juliwoche unternahm der Kreisverband der CSU-Senioren-Union seine Sommerfahrt diesmal in die Region rund um den Bodensee. Schon bei der Anreise nahm die 77 Personen starke Reisegruppe nach dem Mittagessen in Ottobeuren die dortige spätbarocke Benediktiner-Klosterkirche in Augenschein, die den päpstlichen Ehrentitel „Basilica minor“ trägt. Einer der Mönche erläuterte die Geschichte der Kirche sowie die zahlreichen Kunstwerke, die sie birgt.
Von ihrem Quartier aus, dem Hotel Gerbe in Ailingen, starteten die Senioren unter der fachkundigen Leitung von Amos Jeschke (GWK) am Morgen des zweiten Tages in die nahe Schweiz, wo mit der Bibliothek und der Bischofskirche von St. Gallen eine UNESCO-Weltkulturerbestätte (1983) besichtigt wurde. Dort über dem Grab des Hl. Gallus, eines irischen Wandermönchs aus dem 6. Jahrhundert, erhebt sich heute eine Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert und in unmittelbarer Nähe eine Stiftsbibliothek von Weltruhm aus dem Frühmittelalter, die insgesamt 170 000 Bücher und Handschriften sowie eine ägyptische Mumie mit ihren Särgen ihr Eigen nennt. Von den einheimischen Fremdenführern erfuhren die Reisenden von der Bedeutung der Hl. Wiborada, die einen Ungarneinfall im Jahr 926 vorhergesehen hatte, so dass zahlreiche Handschriften rechtzeitig auf die Insel Reichenau in Sicherheit gebracht werden konnten und so nicht einer verheerenden Feuersbrunst zum Opfer fielen. Den Nachmittag verbrachte die Reisegruppe in der österreichischen Bodenseestadt Bregenz, der Hauptstadt des Bundeslandes Vorarlberg, wo natürlich ein kurzer Besuch an der Seebühne der Bregenzer Festspiele nicht fehlen durfte.
Eine Rundfahrt durch den Bregenzer Wald mit seiner alpinen Schönheit füllte den nächsten Tag. Der Aufenthalt in der Gemeinde Schwarzenberg wurde gekrönt durch den Besuch der Dorfkirche, deren Altarbild von der berühmten Malerin Angelika Kauffmann geschaffen wurde, einem künstlerischen Superstar des 18. Jahrhunderts. Auch die kunstvollen eisernen Grabkreuze auf dem Friedhof der Ortschaft bereicherten diesen Zwischenstopp. Am Faschinajoch, der Passhöhe zum Großen Walsertal, erklang dann auch ein dankbarer Chorgesang der Reisegruppe.
Am Freitag überquerten die Kissinger Senioren den Bodensee von Unteruhldingen hin zur Blumeninsel Mainau, die auf seinen 45 Hektar eine einzigartige Blütenpracht zwischen mediterranem Baumbestand bietet. Einige Reiseteilnehmer konnten im barocken Schloss die Gräfin Diana Bernadotte bei der Arbeit in ihrem Hut-Atelier kennenlernen, die ihren Beruf bekanntlich einst in der Hutmanufaktur Karin Zeisberger in Waldfenster erlernt hatte. Am Nachmittag war noch genügend Zeit zum Besuch der barocken Wallfahrtskirche Birnau am Nordufer des Sees. Ihre überreiche Ausstattung begeisterte die Reisegruppe und natürlich entdeckten alle den Honigschlecker, einem Putto mit Bienenkorb, den Joseph Anton Feuchtmayer neben vielen anderen Skulpturen und Altären dort schuf.
Mit der Erkundung der beiden bezaubernden Städte Lindau und Meersburg endete der Aufenthalt in der Bodenseeregion mit zwei Paukenschlägen. Die Heimfahrt am Sonntag wurde von einem Rundgang durch Ulm unterbrochen, der Universitätsstadt an der Mündung der Iller zur Donau, der Stadt mit der ältesten Verfassung einer deutschen Stadt, dem sogenannten „Großen Schwörbrief“ aus dem Jahr 1397.
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